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Indikationsstellung: Wird das Richtige getan?

Diese Indikator-Gruppe zielt auf die Fragen: Werden erforderliche Untersuchungen und Behandlungen zu selten durchgeführt, liegt also eine Unterversorgung vor? Oder besteht eine Über- oder Fehlversorgung durch nicht erforderliche Untersuchungen und Behandlungen?

Beispiele für BQS-Qualitätsziele der Kategorie „A“:

  • In der Herzschrittmachertherapie wurde für 96,97% der 53.000 Patienten das Behandlungsverfahren ausgewählt, das nach den Empfehlungen wissenschaftlicher Leitlinien am besten für den Patienten geeignet war.
  • In der Gefäßchirurgie wurde bei 96,41% der 8.000 Patienten mit verengter Halsschlagader und Krankheitszeichen die Entscheidung zur Operation (Karotis-Rekonstruktion) nach den international anerkannten Regeln getroffen.

Beispiele für BQS-Qualitätsziele der Kategorie „C“:

  • In der Gynäkologie wurde bei 23% der 21.000 Patientinnen, die wegen einer Veränderung an den Eierstöcken operiert wurden, ein normaler oder gutartiger Gewebebefund festgestellt. Angestrebt wurde ein Anteil von maximal 20%. Die Ergebnisse der einzelnen Krankenhäuser reichten von 0 bis 70%. Hier besteht eine kritische Versorgungssituation mit Über- bzw. Fehlversorgung.
  • Bei elektiven Operationen zum Ersatz von Hüft- und Kniegelenken waren die Indikationskriterien auffällig selten erfüllt. Zur Hüft-Endoprothesen-Erstimplantation waren sie nur bei 72,38% der 144.000 Patienten dokumentiert, die Krankenhausergebnisse reichten von 0 bis 100%. Bei der Knie-Endoprothesen-Erstimplantation wurde für 83,55% der 118.000 Patienten über erfüllte Indikationskriterien berichtet, die Spannweite der Krankenhausergebnisse betrug hier 5 bis 100%.