Minimaldatensatz
Seit dem Erfassungsjahr 2003 ist es möglich, einen Ersatzdatensatz, den sogenannten Minimaldatensatz, zur Dokumentation zu verwenden, wenn die erbrachte Leistung in dem entsprechenden Leistungsbereich nicht dokumentiert werden konnte. Tabelle 3 zeigt die Anteile der gelieferten Minimaldatensätze an den gelieferten Datensätzen der einzelnen Leistungsbereiche.
Auf Grund der Verbesserung der Definition der Auslösekriterien im QS-Filter wird der Minimaldatensatz nur in geringem Maße genutzt. Für das Erfassungsjahr 2005 wurden 2.308 Minimaldatensätze aus 170 Krankenhäusern übermittelt. Die Minimaldatensätze verteilten sich bis auf eine Ausnahme gleichmäßig auf alle Leistungsbereiche. Eine systematische Zuordnung zu bestimmten Leistungsbereichen war nicht erkennbar. Hinweise auf Defizite bei QS-Filterkriterien, QS-Datensätzen oder auf systematische Fehldokumentationen liegen nicht vor.
Im Leistungsbereich Herzschrittmacher- Revision/-Explantation sind Minimaldatensätze für die Eingriffe an einem Defibrillator dokumentiert worden. Im Bereich der Herzchirurgie wurden Minimaldatensätze vor allem dann verwendet, wenn zusätzlich zu der Operation an der Aortenklappe bzw. den Koronarien weitere Eingriffe stattgefunden haben, die nicht nur die Aortenklappe und die Koronarien betrafen.