Vollständigkeit und Dokumentationsraten 2005
Die Vollständigkeit des BQS-Bundesdatenpools wird sowohl für die Anzahl der übermittelten Datensätze als auch für die Anzahl der beteiligten Krankenhäuser berechnet. Die bundesweite Gesamt-Dokumentationsrate 2005 wird berechnet aus dem Quotienten der plausibel und vollständig gelieferten QS-Datensätze (Ist) und den erwarteten Datensätzen entsprechend der QS-Filter-Sollstatistik (Soll). Mit 2.624.862 gelieferten Datensätzen und 2.683.573 erwarteten Datensätzen ergibt sich damit eine Dokumentationsrate von 97,81%.
Die Vollständigkeit der Krankenhäuser (Verhältnis von teilnehmenden zu erwarteten Krankenhäusern) lag bei 95,79%. Die Zahl der Krankenhäuser, die QS-Datensätze übermittelt haben, war mit 1.501 im Erfassungsjahr 2005 geringer als die Zahl der Krankenhäuser, die eine QS-Filter-Sollstatistik übermittelt haben (1.567).
Die Dokumentationsraten der einzelnen Leistungsbereiche variierten und wiesen, bezogen auf das Verhältnis von gelieferten zu erwarteten Datensätzen, eine Spannweite von 76,70 bis 103,69% auf (Abbildung 1).
Die Beteiligung der einzelnen Bundesländer variierte ebenfalls. Sie wies, bezogen auf das Verhältnis von gelieferten zu erwarteten Datensätzen, eine Spannweite von 91,78 bis 103,57% auf (Abbildung 2).
In 3 Leistungsbereichen ist die Anzahl der übermittelten Datensätze niedriger als in anderen Leistungsbereichen:
Im Leistungsbereich Herzschrittmacher- Revision/-Explantation wird bei einigen OPS-Codes, die die QS-Dokumentationspflicht auslösen, nicht zwischen Revisionseingriffen an Herzschrittmachern und Defibrillatoren unterschieden. Daher wurden durch die Krankenhäuser weniger Datensätze dokumentiert als in der Sollstatistik ausgewiesen. Für 2006 wird voraussichtlich seitens des DIMDI eine Anpassung der Codes vorgenommen werden, so dass der QS-Filter Revisionseingriffe an Defibrillatoren nicht mehr auslöst. In den Leistungsbereichen Ambulant erworbene Pneumonie und Herztransplantation Follow-Up ist das Fehlen von Datensätzen zum größten Teil auf technische Probleme im Einführungsjahr zurückzuführen.
Die Daten des Leistungsbereichs Herztransplantation Follow-Up dokumentieren das 1-Jahres-Follow-Up und beziehen sich auf Transplantationen, die 2004 dokumentationspflichtig waren. Sie werden mit den Daten des Leistungsbereichs Herztranplantation unter dem Qualitätsindikator 1-Jahres-Überleben ausgewertet und dargestellt.