Logo + Home
 
   BQS Online    BQS Outcome    BQS Qualitätsindikatoren Datenbank

Qualitätsziel

Erhebung eines histologischen Befundes

Immer Erhebung eines histologischen Befundes

Hintergrund des Qualitätsindikators

Die routinemäßige Erhebung eines histologischen Befundes, d.h. die feingewebliche Untersuchung der bei der Operation entnommenen Gallenblase unter dem Mikroskop, erlaubt zum einen eine Überprüfung der vor der Operation gestellten Diagnosen und zum anderen die Sicherung oder den Ausschluss einer bösartigen Veränderung der Gallenblase, die bei großen Gallensteinen, großen Polypen oder einer sogenannten Porzellangallenblase vermehrt auftreten kann.

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2005

Im Rahmen des Strukturierten Dialogs 2005 wurden bundesweit 168 Krankenhäuser um eine Stellungnahme wegen Auffälligkeiten bei diesem Indikator gebeten. Von der Mehrzahl der auffälligen Krankenhäuser (111) wurden weiterhin Dokumentationsprobleme als Ursache der Auffälligkeit angegeben. Die Untersuchung sei zwar durchgeführt, aber bei Erfassung der Qualitätssicherungsdaten nicht korrekt dokumentiert worden. Bei drei Krankenhäusern wurden tatsächlich Qualitätsprobleme als Ursache der auffälligen Raten identifiziert und erforderliche Maßnahmen vereinbart.

Bewertung der Ergebnisse 2006

Die Gesamtrate von 98,88% liegt unterhalb des von der Fachgruppe bei 100% festgelegten Referenzbereichs, ist aber im Vorjahresvergleich weiter angestiegen. Angesichts der Tatsache, dass der Median der Krankenhausergebnisse für die Krankenhäuser mit mehr als 20 Fällen bei 99,4% und bei den Krankenhäusern mit weniger als 20 Fällen bei 100% liegt, kann insgesamt von einer guten Versorgungssituation ausgegangen werden. Es sind in diesem Jahr keine Fälle bekannt geworden, in denen etwa ökonomische Überlegungen dazu geführt hätten, dass die feingewebliche Untersuchung der Gallenblase unterlassen worden wäre.