Logo + Home
 
   BQS Online    BQS Outcome    BQS Qualitätsindikatoren Datenbank

Qualitätsziel

Reinterventionsrate

Geringe Reinterventionsrate in Abhängigkeit vom OP-Verfahren

Hintergrund des Qualitätsindikators

Eine Reintervention ist ein erneuter operativer oder interventioneller Eingriff nach einer Operation wegen postoperativ aufgetretener Komplikationen. Typische Gründe für eine Reintervention nach Cholezystektomie sind z.B. Gallengangsverletzungen, Blutungen und Entzündungen.

Die Rate an Reinterventionen liefert daher Informationen über die Häufigkeit schwerwiegender Frühkomplikationen. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass die Indikation zur offenen Operation primär bei vorhersehbar schwierigeren Operationsbedingungen gestellt wird und für dieses Verfahren daher höhere Raten als für das laparoskopische Operationsverfahren zu erwarten sind.

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2005

Aus den Berichten des Strukturierten Dialogs des vergangenen Jahres liegt die Information vor, dass 125 Krankenhäuser um eine Stellungnahme gebeten wurden. Von diesen wurden in 21 Fällen Dokumentationsprobleme als Ursache angegeben, in 53 Fällen auf besondere Einzelfälle verwiesen und dies durch die Analyse der Krankenakte untermauert. In 13 Fällen wurden qualitative Auffälligkeiten identifiziert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Bewertung der Ergebnisse 2006

Die Gesamtrate liegt – wie schon im Vorjahr – signifikant besser als der von der Fachgruppe festgelegte Referenzbereich. Somit ist von einer insgesamt guten Versorgungssituation auszugehen. Im Zeitverlauf sind keine wesentlichen Änderungen erkennbar.

Die Auswertung unterscheidet nach laparoskopisch durchgeführten und offen chirurgisch durchgeführten Entfernungen der Gallenblase sowie Operationen mit einem intraoperativen Wechsel des Operationsverfahrens (Umsteiger).

Es ist üblich, nur die besonders komplizierten Fälle offen chirurgisch zu versorgen. Daher wird für diese Gruppe für diesen Indikator kein Referenzbereich definiert. Die Rate in dieser Gruppe liegt mit 6,07% erwartungsgemäß deutlich höher als in der Gruppe der laparoskopisch operierten Patienten (1,11%), bewegt sich aber innerhalb des nach internationalen Studienergebnissen zu erwartenden Rahmens.