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Qualitätsziel

Anwesenheit eines Pädiaters bei Frühgeborenen

Häufig Anwesenheit eines Pädiaters bei Geburt von lebend geborenen Frühgeborenen mit einem Schwangerschaftsalter von 24+0 bis unter 35+0 Wochen

Hintergrund des Qualitätsindikators

Früh geborene Kinder sollen durch spezialisierte Ärzte versorgt werden. Hierbei soll ein Pädiater (Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin) vor der Geburt dieser Kinder anwesend sein und das Kind direkt nach der Entbindung kinderärztlich versorgen. In der Geschichte der Perinatalerhebung war der Pädiater der für die Behandlung von Frühgeborenen spezialisierte Arzt. In der Zukunft soll der Entwicklung in der Kinderheilkunde Rechnung getragen werden und für die Behandlung von Frühgeborenen der im Schwerpunkt Neonatologie spezialisierte Kinderarzt hinzugezogen werden.

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2005

2005 wurden 281 Krankenhäuser im Rahmen des Strukturierten Dialogs um eine Stellungnahme gebeten. Von 140 Krankenhäusern wurde die Auffälligkeit auf Dokumentationsmängel zurückgeführt. In 64 Krankenhäusern lagen – durch die Epikrise gestützt – besondere Einzelfälle vor.

Als Ergebnis des Dialogs wurden 14 Krankenhäuser als qualitativ auffällig bewertet, von denen fünf bereits wiederholt als auffällig eingestuft wurden.

Bewertung der Ergebnisse 2006

In 88,26% der Geburten von Frühgeborenen ist die Anwesenheit eines Pädiaters dokumentiert worden. Diese Rate liegt erneut deutlich über dem Vorjahresergebnis (79,02%), somit ist nun seit bereits drei Jahren ein Anstieg der Rate festzustellen. Der Referenzbereich wurde jedoch noch verfehlt.

Analysen im Strukturierten Dialog haben gezeigt, dass in der Vergangenheit Probleme mit der Software für die Dokumentation der externen Qualitätssicherung eine Ursache für auffällige Ergebnisse gewesen sind. Nach Informationen der betreffenden Softwarehersteller wurde dieses Problem unterdessen gelöst. Somit liegt bei diesem Indikator nach Auffassung der Fachgruppe weiterhin eine verbesserungsbedürftige Versorgungssituation vor, die besonderen Handlungsbedarf begründet. Die Fachgruppe empfiehlt dringend, bei den wiederholt auffälligen Krankenhäusern zeitnah erforderliche Maßnahmen zu ergreifen.

Im Dialog der wissenschaftlichen Fachgesellschaften für Neonatologie und Geburtshilfe sollte auch die Mindestqualifikation für die Versorgung kleiner Frühgeborener erneut thematisiert werden.