Qualitätsziel
Möglichst wenige Patientinnen mit Organverletzungen bei Hysterektomie
Hintergrund des Qualitätsindikators
Hysterektomien gehören zu den häufigsten Prozeduren in der operativen Gynäkologie und stehen unter permanentem öffentlichen Interesse. Angesichts der potenziellen Risiken wie Organverletzungen ist eine Bagatellisierung dieses Eingriffs nicht hinnehmbar.
Dieser Indikator eignet sich sehr gut für die interne Qualitätssicherung der Krankenhäuser.
Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2005
In zehn Bundesländern wurden 24 Krankenhäuser um eine Stellungnahme zu auffälligen Krankenhausergebnissen gebeten. Der überwiegende Teil dieser Krankenhäuser hat die Auffälligkeiten mit besonderen Einzelfällen begründet.
Zwei Krankenhäuser wurden als qualitativ auffällig eingestuft, bei vier Krankenhäusern erfolgt eine gezielte Beobachtung der Ergebnisse im Folgejahr.
Bewertung der Ergebnisse 2006
Die Gesamtrate an Organverletzungen bei Hysterektomien lag bei 0,96%. Somit wurden 795 Organverletzungen bei 82.502 Patientinnen ohne Karzinom, ohne Endometriose und ohne Voroperation im gleichen Operationsgebiet beobachtet. Da die Gesamtraten der Jahre 2003 bis 2005 ebenfalls jeweils unter einem Prozent lagen (0,89 bis 0,98%), wertet die BQS-Fachgruppe diese Ergebnisse als gute Versorgungsqualität auf stabilem Niveau.
Bei Krankenhäusern mit mindestens 20 Fällen in dieser Grundgesamtheit lag die Spannweite der Krankenhausergebnisse zwischen 0,0 und 12,1% und hat im Verlauf der vergangenen vier Jahre keine wesentliche Änderung erfahren.