Ausblick
Die angemessene Risikoadjustierung von Ergebnissen der externen vergleichenden Qualitätssicherung ist Gegenstand intensiver und teils kritischer Diskussionen. Die BQS hat daher gemeinsam mit der BQS-Fachgruppe Herzchirurgie ein komplexes statistisches Modell zur Risikoadjustierung der Krankenhaussterblichkeit (In-Hospital-Letalität) in diesem Leistungsbereich entwickelt.
Der Strukturierte Dialog zum BQS-Qualitätsindikator In-Hospital-Letalität erfolgte im vergangenen Jahr erstmalig auf der Basis der nach diesem Verfahren risikoadjustierten Sterblichkeitsraten. In allen drei Krankenhäusern, deren Ergebnisse außerhalb des von der BQS-Fachgruppe Herzchirurgie festgelegten Referenzbereiches lagen, wurden teils erhebliche Verbesserungspotenziale identifiziert. Die Einführung des KCH-SCORE zur Risikoadjustierung hat somit die Spezifität des Indikators In-Hospital-Letalität deutlich erhöht. Unklar ist jedoch, ob mit dem aktuellen Referenzbereich tatsächlich alle Krankenhäuser mit verbesserungsbedürftiger medizinischer Behandlungsqualität identifiziert werden konnten. Die BQS-Fachgruppe Herzchirurgie wird daher nach der Analyse der Rückmeldungen aus dem Strukturierten Dialog 2007 diskutieren, ob der Referenzbereich für den BQS-Qualitätsindikator In-Hospital-Letalität angepasst werden muss.