Qualitätsziel
Möglichst geringe Letalität:
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In-Hospital-Letalität
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30-Tage-Letalität
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Risikoadjustierte 30-Tage-Letalität
Hintergrund des Qualitätsindikators
Die Untersuchung der Sterblichkeit nach herzchirurgischen Operationen gehört zum Standard bei der Betrachtung von postoperativen Komplikationen. Die In-Hospital-Letalität erfasst alle Patienten, die während desselben stationären Aufenthaltes im Krankenhaus versterben, ohne Angaben zum jeweiligen Todeszeitpunkt.
Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2005
Der Strukturierte Dialog des vergangenen Jahres zu den Ergebnissen des Erfassungsjahres 2005 erfolgte erstmalig auf der Basis der nach dem logistischen KCH-Score risikoadjustierten In-Hospital-Letalität.
In einem Krankenhaus wurde primär eine Begehung durchgeführt, da die risikoadjustierte In-Hospital-Letalitätsrate bereits im Jahr 2004 im auffälligen Bereich gelegen hatte. In den beiden übrigen Fällen haben interdisziplinäre Expertengespräche zwischen der BQS-Fachgruppe Herzchirurgie und Vertretern der Krankenhäuser stattgefunden.
Mit allen drei Krankenhäusern wurden Zielvereinbarungen getroffen. Diese umfassten unter anderem zusätzliche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen und eine Vertiefung der interdisziplinären Kommunikation. Die risikoadjustierten In-Hospital-Letalitätsraten von zwei Krankenhäusern lagen im Erfassungsjahr 2006 nicht mehr im auffälligen Bereich.
Bewertung der Ergebnisse 2006
Die nicht risikoadjustierte In-Hospital-Letalität lag im Erfassungsjahr 2006 bei 3,41%. Im Vergleich zu den Vorjahresergebnissen wurde ein geringfügiger Anstieg der Sterblichkeit beobachtet (2004: 3,10%, 2005: 3,28%). Die risikoadjustierte Sterblichkeitsrate stieg im gleichen Beobachtungszeitraum von 2,97% im Erfassungsjahr 2004 auf 3,46% im Erfassungsjahr 2006. Das Verhältnis zwischen beobachteter Sterblichkeit und statistisch erwarteter Sterblichkeit blieb jedoch nahezu unverändert. Dies lässt sich erklären durch die Zunahme von Hochrisikopatienten mit einer statistisch erwarteten Sterblichkeit nach logistischem KCH-Score von ≥6%. Der Anteil dieser Patienten stieg von 10% im Erfassungsjahr 2004 auf 12% im Erfassungsjahr 2006.
Unter Berücksichtigung des Risikoprofils der behandelten Patienten ist die In-Hospital-Letalitätsrate im Erfassungsjahr 2006 daher Ausdruck einer guten Versorgungsqualität.
Ein Krankenhaus wurde 2006 mit einer risikoadjustierten In-Hospital-Letalitätsrate von 10,5% erneut auffällig. Die BQS-Fachgruppe Herzchirurgie hat mit diesem Krankenhaus umfassende Zielvereinbarungen getroffen, die kontinuierlich überprüft werden.
Zwei weitere Krankenhäuser lagen im Erfassungsjahr 2006 mit ihren risikoadjustierten Sterblichkeitsraten oberhalb des Referenzbereichs von ≤6,7% und werden im Strukturierten Dialog um Stellungnahme gebeten.