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Qualitätsziel

Eingriffsdauer

Möglichst kurze Eingriffsdauer

Hintergrund des Qualitätsindikators

Lange Operationszeiten gehen mit einem erhöhten Risiko für den Patienten einher. Zahlen aus der Entwicklung des Surveillance Systems der USA für Nosokomiale Infektionen haben z.B. ergeben, dass – unabhängig von der Art der Operation – bei verlängerten Operationszeiten höhere Infektionsraten auftreten (Culver et al. 1991). Die typische Infektion nach Herzschrittmachereingriffen ist der Taschenabszess.

Bei Herzschrittmachereingriffen ist die Eingriffsdauer von der Art der implantierten Systeme abhängig. So nimmt die Platzierung der Sonden bei Zweikammersystemen in der Regel mehr Zeit in Anspruch als bei Einkammersystemen. Einen besonders komplexen und damit lang andauernden Eingriff kann die Implantation eines biventrikulären Schrittmachersystems darstellen.

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2005

Im Strukturierten Dialog 2006 zum Erfassungsjahr 2005 wurde die Kennzahl in 11 von 16 Bundesländern unverändert eingesetzt. Die Sensitivität des Indikators war dabei hoch: Insgesamt wurde 50-mal eine Stellungnahme angefordert. 19-mal bestand auch nach dem Strukturierten Dialog noch eine qualitative Auffälligkeit. In 13 Fällen werden die Ergebnisse des Folgejahres gezielt beobachtet.

Bewertung der Ergebnisse 2006

Lange Operationszeiten sind mit einem erhöhten Risiko für den Patienten assoziiert. Die Erfahrung des Operateurs und andere Struktur- und Prozessfaktoren beeinflussen die Eingriffszeit.

Je nach Art des Systems (Ein- oder Zweikammersystem) werden vom Qualitätsindikator unterschiedliche Zeiten vorgegeben, die in der Regel nicht überschritten werden sollten.

Die Gesamtraten 2006 für die am häufigsten eingesetzten DDD-Systeme haben sich gegenüber 2005 um ca. einen Prozentpunkt verbessert. Für DDD-Systeme kann in den letzten Jahren ein kontinuierlicher Anstieg beobachtet werden (2003: 85,82%, 2004: 86,85%, 2005: 87,82%, 2006: 88,89%). Dies kann als Maß für die zunehmende Routine in diesem Verfahren gewertet werden. Einzelne extreme Abweichungen erfordern eine nähere Analyse im Strukturierten Dialog. Zum Beispiel wurde in einem Krankenhaus keiner von 24 Fällen mit DDD-System (0%) innerhalb von 90 Minuten operiert.