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Qualitätsziel

Letalität

Geringe Letalität

Hintergrund des Qualitätsindikators

Der Kniegelenkendoprothesenwechsel stellt – sofern es sich nicht um einen fulminant fortschreitenden Infekt oder eine periprothetische Fraktur handelt – einen Elektiveingriff bzw. einen Eingriff mit aufgeschobener Dringlichkeit dar, der die Lebensqualität des Patienten verbessern soll. Der Indikation zur Wechseloperation muss eine sorgfältige individuelle Risikoabschätzung vorausgehen. Eine extrem geringe perioperative Letalität ist – unabhängig von bestehenden Komorbiditäten – zu fordern. Dies findet seinen Ausdruck in der Maßgabe der BQS-Fachgruppe Orthopädie und Unfallchirurgie, jeden Todesfall in der elektiven Endoprothetik im Strukturierten Dialog in einer Einzelfallanalyse nachzuverfolgen.

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2005

Kein Krankenhaus wurde im Strukturierten Dialog 2006 als qualitativ auffällig bewertet. Für die analysierten Todesfälle hat sich gezeigt, dass aufgrund der im Einzelfall substanziell dargestellten besonderen Fallkonstellationen die Verläufe als schicksalshaft angesehen werden müssen.

Bewertung der Ergebnisse 2006

Im Jahr 2006 sind 16 Patienten nach der Wechseloperation einer Kniegelenk-Endoprothese verstorben. Bei insgesamt 8.546 solchen Operationen entspricht dies einer Rate von 0,19%. Bei diesen Eingriffen ist nach Überzeugung der BQS-Fachgruppe auch weiterhin jeder einzelne Todesfall zu analysieren (Sentinel Event).

In einem Krankenhaus verstarben im Jahr 2006 zwei Patienten nach Knie-TEP-Wechseloperation. Insgesamt wurden in diesem Krankenhaus 25 Patienten operiert (Letalitätsrate: 8,0%). In keinem anderen Krankenhaus ist im Jahr 2006 mehr als ein Patient nach dieser Operation verstorben.

Bemerkenswert ist weiterhin, dass 10 der 16 Todesfälle in Krankenhäusern aufgetreten sind, in denen weniger als 20 Wechseloperationen dokumentiert wurden.