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Ausblick

Mit der Dokumentation von Operationen zu 51.609 primären invasiven Mammakarzinomen steht eine hervorragende Datenbasis zur Bewertung der Versorgungssituation im stationären Bereich zur Verfügung. Die zuständigen Fachgesellschaften haben sich der Herausforderung bereits gestellt, die Ergebnisse zu nutzen, die Diskussion zur Versorgungsqualität zu vertiefen und Leitlinien zielgerichtet weiterzuentwickeln. Als nächsten Schritt fordert die BQS-Fachgruppe weiterhin eine sektor- und fachübergreifende Qualitätssicherung der gesamten Versorgungskette. Ein weiterer notwendiger Baustein der Qualitätssicherung bei Brustkrebs sind bundesweit flächendeckende Krebsregister.

Seit 2007 sind die Dokumentationsanforderungen für die Mammachirurgie an neuere medizinische Behandlungsverfahren wie z.B. die Sentinel-Lymphknoten-Biopsie angepasst. Zusätzlich werden redundante Abfragen im Falle einer Wiederaufnahme von Patientinnen vermieden und eine Vereinheitlichung der Dokumentationsanforderungen mit Krebsregistern und Disease-Management-Programmen (DMP) geschaffen. Die so realisierte Verminderung der Dokumentationsbelastung schafft die Voraussetzung für eine hohe Transparenz im Versorgungsgeschehen.

Ebenfalls seit 2007 sind plastisch-rekonstruktive Operationen nicht mehr dokumentationspflichtig. Eine kritische Analyse der bisher erhobenen Daten hat gezeigt, dass das aktuelle Qualitätssicherungsverfahren Mammachirurgie nicht ausreichend geeignet ist, relevante Qualitätsaspekte bei diesen Eingriffen adäquat abzubilden.

Um die Ergebnisqualität künftig umfassender dokumentieren zu können, schlug die BQS-Fachgruppe vor, das Verfahren der BQS zu erweitern.