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Qualitätsziel

Hormonrezeptoranalyse

Möglichst viele Patientinnen mit immunhistochemischer Hormonrezeptoranalyse bei invasivem Mammakarzinom

Hintergrund des Qualitätsindikators

Hormonrezeptoren ermöglichen die Stimulation des Zellwachstums im Brustdrüsengewebe durch Östrogen und Progesteron. Die routinemäßige immunhistochemische Bestimmung des Hormonrezeptorstatus im Tumorgewebe ist Standard für eine leitlinienorientierte Therapie. Der Krankheitsverlauf ist günstiger bei Patientinnen mit hormonrezeptorpositiven Tumoren. Bei diesen Tumoren können z.B. Antiöstrogene gezielt für die Therapie eingesetzt werden (Early Breast Cancer Trialists’ Group 2005a).

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2005

Von den 770 Krankenhäusern in den 13 Bundesländern, in denen der Strukturierte Dialog geführt wurde, haben im Erfassungsjahr 2005 150 Krankenhäuser abweichende Daten geliefert. Von diesen wurden 136 im Strukturierten Dialog um eine Stellungnahme gebeten. 104 Krankenhäuser haben Fehler in der Dokumentation eingeräumt. Neun Krankenhäuser begründeten die Abweichungen durch besondere, gut belegte Einzelfälle.

Nach Analyse der Stellungnahmen im Strukturierten Dialog wurden 13 Krankenhäuser als qualitativ auffällig eingestuft und erforderliche Maßnahmen ergriffen. Weitere 88 Häuser stehen 2007 unter besonderer Beobachtung.

Bewertung der Ergebnisse 2006

In 96,95% aller Fälle mit invasivem Mammakarzinom wurden die Hormonrezeptoren immunhistochemisch analysiert. Seit 2004 liegt die bundesweite Rate zu diesem Indikator kontinuierlich oberhalb des Referenzbereiches von mindestens 95%. Die BQS-Fachgruppe sieht die Ergebnisse für diesen Indikator als Ausdruck guter Versorgungsqualität, das Qualitätsziel wurde erreicht. Krankenhäuser mit Raten unterhalb des Referenzbereiches sollten weiterhin im Strukturierten Dialog um Stellungnahme gebeten werden.

Zahlreiche Krankenhäuser haben in den vergangenen Jahren Dokumentationsfehler eingeräumt. Seit 2007 gibt es ein neues Erfassungsschema für Mammakarzinome, so dass für das laufende Jahr eine vollständige und korrekte Dokumentation der Mammakarzinome für alle Krankenhäuser gefordert werden kann. Zusätzlich zur Hormonrezeptoranalyse wird seit 2007 die Bestimmung des Her-2-neu-Status im BQS-Verfahren bewertet.