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Ausblick

Der Datensatz wurde im Erfassungsjahr 2006 im Vergleich zu den Vorjahren unverändert belassen. Im Erfassungsjahr 2007 wird erstmals der diagnoseübergreifende Generalindikator Dekubitusprophylaxe erfasst. Dokumentationspflicht besteht für den Generalindikator Dekubitusprophylaxe für alle Patienten ab 75 Jahren, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. März 2007 aufgenommen wurden. Die zeitliche Einschränkung (drei Erfassungsmonate) erfasst eine repräsentative Stichprobe von Patienten, gleichzeitig wird auf eine besondere Risikogruppe fokussiert. Neben dem Alter als Risikofaktor werden Einflussgrößen wie Immobilität, Diabetes mellitus und Behandlung auf der Intensivstation in ein Risikoadjustierungsmodell eingehen. Der Generalindikator ermöglicht eine fachabteilungsübergreifende Querschnittbetrachtung eines Versorgungsproblems. Durch die Risikoadjustierung können Auffälligkeiten präziser identifiziert und bewertet und dadurch der Strukturierte Dialog spezifischer geführt werden.

Die BQS-Fachgruppe Pflege verweist hinsichtlich der Bedeutung des Generalindikators darauf, dass der Indikator Dekubitusprophylaxe in hohem Maße „pflegesensibel“ ist und damit eine hohe Aussagekraft in Bezug auf die Pflegequalität hat.

Der Generalindikator Dekubitusprophylaxe nimmt engen Bezug auf den evidenzbasierten Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP), der von der Fachöffentlichkeit im Jahr 2000 konsentiert und im Jahr 2004 auf der Grundlage einer aktuellen Literaturstudie in allen Aussagen bestätigt wurde. Auch aus den nachfolgenden Expertenstandards zum pflegerischen Entlassungsmanagement (DNQP 2002), pflegerischen Schmerzmanagement (DNQP 2004), zur Sturzprophylaxe (DNQP 2005) und zur Förderung der Harnkontinenz in der Pflege (DNQP 2006) lassen sich Indikatoren entwickeln, die die Ergebnisqualität eines Krankenhauses abbilden. Die BQS-Fachgruppe Pflege hält es für dringend erforderlich, innerhalb der nächsten Jahre weitere evidenzbasierte Generalindikatoren für die Pflege im Rahmen der externen vergleichenden Qualitätssicherung einzusetzen.