Qualitätsziel
Möglichst geringe Letalität:
- In-Hospital-Letalität
- 30-Tage-Letalität
- Risikoadjustierte 30-Tage-Letalität
Hintergrund des Qualitätsindikators
Die Untersuchung der Sterblichkeit nach herzchirurgischen Operationen gehört zum Standard bei der Betrachtung von postoperativen Komplikationen. Die In-Hospital-Letalität erfasst alle Patienten, die während
desselben stationären Aufenthaltes im Krankenhaus versterben. Die vergleichende Darstellung der Krankenhausergebnisse zur In-Hospital-Letalität erfolgt für Patienten mit elektiver oder dringlicher Operationsindikation. Notfalleingriffe wurden als einer der relevantesten Risikofaktoren aus der Grundgesamtheit ausgeschlossen.
Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006
Im Strukturierten Dialog zu den Ergebnissen des Erfassungsjahres 2006 wurden drei auffällige Krankenhäuser kontaktiert. Alle drei Krankenhäuser haben umfangreiche interne Analysen durchgeführt und der BQS-Fachgruppe Herzchirurgie detaillierte Beschreibungen des Behandlungsverlaufs der verstorbenen Patienten zur Verfügung gestellt. In einem Krankenhaus war das auffällige Ergebnis auf das Risikoprofil der verstorbenen Patienten zurückzuführen. In einem Krankenhaus lag ein Dokumentationsproblem vor, da hier fälschlicherweise Kombinationseingriffe an der Aortenklappe und der herznahen Hauptschlagader als isolierte Aortenklappeneingriffe dokumentiert wurden. Das dritte Krankenhaus hat nach interner Analyse Änderungen an den präoperativen diagnostischen Prozessen angekündigt. Kein Krankenhaus lag mit seinen Ergebnissen im Erfassungsjahr 2007 erneut im auffälligen Bereich.
Bewertung der Ergebnisse 2007
Die Gesamtsterblichkeit lag mit 3,9% im Bereich der Vorjahresergebnisse. Auch die In-Hospital-Letalität für das Patientenkollektiv mit elektiver oder dringlicher Operationsindikation bewegte sich mit 3,2% auf dem Niveau der Vorjahre.
Nach Einschätzung der BQS-Fachgruppe besteht hier eine stabile und insgesamt gute Versorgungssituation.
Drei Krankenhäuser liegen mit ihren Krankenhaussterblichkeitsraten bei Patienten mit elektiver oder dringlicher Operationsindikation außerhalb des Referenzbereichs von höchstens 7,3% und werden im Strukturierten Dialog um Stellungnahme gebeten.