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Qualitätsziel
Immer Erhebung eines histologischen Befundes Hintergrund des QualitätsindikatorsDie routinemäßige Erhebung eines histologischen Befundes, d.h. die feingewebliche Untersuchung der bei der Operation entnommenen Gallenblase unter dem Mikroskop, erlaubt zum einen eine Überprüfung der vor der Operation gestellten Diagnosen und zum anderen die Sicherung oder den Ausschluss einer bösartigen Veränderung der Gallenblase, die bei großen Gallensteinen, großen Polypen oder einer sogenannten Porzellangallenblase vermehrt auftreten kann. Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006Auch in den Ergebnissen des Strukturierten Dialogs 2007 zu den Daten des Erfassungsjahres 2006 spiegelt sich ein Dokumentationsproblem in Krankenhäusern wider. Gründe dafür sind z.B. die Nichtberücksichtigung der Ausfüllhinweise (Veranlassung der Untersuchung und kein vorliegender Befund). Von den 183 Krankenhäusern, die um eine Stellungnahme gebeten wurden, gaben 152 (83%) Dokumentationsprobleme als Ursache der numerischen Auffälligkeit an. Nur ein Krankenhaus wurde abschließend als qualitativ auffällig eingestuft. Aufgrund der mangelhaften Dokumentationsqualität werden allerdings 127 Krankenhäuser im Folgejahr beobachtet. Erläuterungen zu Dokumentationsproblemen, die bei diesem Qualitätsindikator ungewöhnlich häufig als Begründung für auffällige Ergebnisse angeführt werden, finden sich beim Indikator Präoperative Diagnostik bei extrahepatischer Cholestase. Bewertung der Ergebnisse 2007Nach jeder Cholezystektomie muss ein histologischer Befund erhoben werden. In Deutschland wurde im Jahr 2007 bei 166.361 Patienten die Gallenblase entfernt. Bei einem Anteil von 99,1% dieser Patienten wurde postoperativ ein histologischer Befund erhoben. Damit konnte eine weitere Verbesserung der Gesamtrate im Vergleich zu den Ergebnissen der Vorjahre erreicht werden (2006: 98,9%; 2005: 97,8%; 2004: 97,0%; 2003: 95,6%). Die Spannweite der Ergebnisse bei Krankenhäusern mit mindestens 20 Fällen lag zwischen 59,4 und 100%, dies entspricht den Werten des Vorjahres. 44 Krankenhäuser erreichten nicht den festgelegten Referenzbereich von mindestens 95%. Eine Diskussion dieser Ergebnisse im Strukturierten Dialog ist hier zwingend erforderlich. Die Rückmeldungen zum Strukturierten Dialog ergaben, dass es sich bei diesen Krankenhäusern zumeist um Mängel in der Dokumentationsqualität handelt. Lediglich in Ausnahmefällen wird tatsächlich kein postoperativer histologischer Befund der Gallenblase erhoben. Die BQS-Fachgruppe wertet die vorliegenden Ergebnisse als Ausdruck einer insgesamt guten Versorgungssituation. |