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Qualitätsziel

Reinterventionsrate

Geringe Reinterventionsrate in Abhängigkeit vom OP-Verfahren

Hintergrund des Qualitätsindikators

Eine Reintervention ist ein erneuter operativer oder interventioneller Eingriff nach einer Operation wegen postoperativ aufgetretener Komplikationen. Typische Gründe für eine Reintervention nach Cholezystektomie sind z.B. Gallen­gangsverletzungen, Blutungen und Entzündungen.

Die Rate an Reinterventionen liefert daher Informationen über die Häufig­keit schwerwiegender Frühkomplikationen. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass die Indikation zur offenen Operation primär bei vorhersehbar schwierigeren Operationsbedingungen gestellt wird und für dieses Verfahren daher höhere Raten als für das laparoskopische Operations­verfahren zu erwarten sind.

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006

Im Strukturierten Dialog 2007 zu den Daten 2006 wurden 171 Kranken­häuser um Stellungnahmen gebeten. 107 Krankenhäuser (63%) gaben medizinisch nachvollziehbare Begründungen in Einzelfällen als Ursache für das rechnerisch abweichende Ergebnis an.

Dokumentationsprobleme wurden von 24 Krankenhäusern als Begründung für das auffällige Ergebnis angeführt. Weitere Erläuterungen zu Dokumen­ta­tions­problemen finden sich beim Indikator Präoperative Diagnostik bei extrahepatischer Cholestase

Abschließend wurden sieben Krankenhäuser als qualitativ auffällig eingestuft, zwei davon zum wiederholten Mal. Weitere 86 Krankenhausergebnisse stehen unter Beobachtung im Folgejahr.

Bewertung der Ergebnisse 2007

Das Gesamtergebnis konnte gegenüber den Vorjahren erneut verbessert werden, die Gesamtrate lag bei 1,0%. Dieses Ergebnis wertet die BQS-Fachgruppe als Ausdruck einer insgesamt guten Versorgungssituation.

Die Spannweite der Ergebnisse bei Krankenhäusern mit mindestens 20 Fällen lag zwischen 0,0 und 12,0%, die BQS-Fach­gruppe sieht hier noch Verbesserungspotenzial. 325 von 1.078 Krankenhäusern mit mindestens 20 Fällen lagen mit ihren Ergebnissen über dem Referenzbereich von 1,5%. Eine Klärung im Strukturierten Dialog muss zwingend erfolgen.