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Qualitätsziel

Letalität

Geringe Letalität

Hintergrund des Qualitätsindikators

Die international publizierten Letalitätsraten liegen zwischen 0,04 und 0,09% für die laparoskopische Cholezystektomie bzw. 0,53 und 0,74% für die offene Cholezystektomie (Hölbling et al. 1995, Ludwig et al. 2001, Shea et al. 1996).

Bei Patienten mit niedrigem und mittlerem Operationsrisiko (ASA 1 bis 3) soll jeder Todesfall einer Einzelfallanalyse unterzogen werden (Sentinel-Event-Indikator).

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006

Von den 273 Krankenhäusern die im Strukturierten Dialog 2007 zu den Daten des Erfassungsjahres 2006 um eine Stellungnahme gebeten wurden, gaben 206 Krankenhäuser (75%) für das rechnerisch auffällige Ergebnis medizinisch nachvollziehbare Begründungen zu jedem Einzelfall an. Abschließend wurden zwei Krankenhäuser als qualitativ auffällig eingestuft, weitere 56 stehen im Folgejahr unter Beobachtung.

Erläuterungen zu Dokumentationsproblemen, die oft als Begründung für auf­fällige Ergebnisse angeführt werden, finden sich beim Indikator Präoperative Diagnostik bei extrahepatischer Cholestase.

Bewertung der Ergebnisse 2007

Die Grundgesamtheit der Patienten mit einer Gallenblasenentfernung wird in zwei Gruppen unterteilt. Die Aufteilung orientiert sich an der ASA-Klassi­fi­ka­tion (American Society of Anaesthesiologists) der Patienten. Die Risikoklassen ASA 1 bis 3 gehen mit einem niedrigen Operations- bzw. Narkoserisiko einher. Daher wurde der Referenzwert für diese Grundgesamtheit als Sentinel Event festgelegt, d.h. jeder einzelne Todesfall muss analysiert werden. 559 von 163.948 Patienten (0,3%) der Risikoklassen ASA 1 bis 3 sind verstorben. Dies ist eine leichte Verbesserung des Gesamtergebnisses gegenüber den Vorjahren (2004-2006: 0,4%; 2003: 0,5%). Die BQS-Fachgruppe wertet dies als Ausdruck einer insgesamt guten Versorgungsqualität.