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Qualitätsziel

Organverletzungen bei laparoskopischen Operationen

Möglichst wenige Patientinnen mit Organverletzungen bei laparoskopischen Operationen

Hintergrund des Qualitätsindikators

Die laparoskopischen Eingriffe in der operativen Gynäkologie stehen im öffentlichen Fokus. Seit der Einführung der laparoskopischen Operationstechnik ist ein permanenter Anstieg dieser Eingriffe zu verzeichnen. Eine Bagatellisierung dieser Eingriffe ist nicht gerechtfertigt, da sie potenzielle Risiken wie beispielsweise Organverletzungen bergen. Gynäkologen sind aufgefordert, strenge Kriterien bei der Indikation zum laparoskopischen Eingriff anzulegen und durch die Wahl eines erfahrenen Operateurs das Risiko für die Patientin möglichst niedrig zu halten.

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006

Aus zwölf Bundesländern wurden 16 rechnerisch auffällige Krankenhäuser (2%) gemeldet. Keines von ihnen wurde nach Abschluss des Strukturierten Dialogs als qualitativ auffällig eingestuft, es werden aber die Ergebnisse von zwei als unauffällig klassifizierten Krankenhäusern im Folgejahr beobachtet.

Bewertung der Ergebnisse 2007

Die Daten von 33.413 Patientinnen, bei denen ein stationärer laparoskopischer Eingriff durchgeführt wurde, sind für die Auswertung dieser Qualitätskennzahl berücksichtigt worden. Ausgeschlossen wurden Patientinnen, bei denen eine Karzinomerkrankung, Endometriose oder eine Voroperation im gleichen Operationsgebiet vorlag. Damit wurde sichergestellt, dass ein risikostandardisiertes Patientinnenkollektiv als Grundgesamtheit zur Verfügung stand.

Bei 87 Patientinnen (0,3%) wurde während des Eingriffs ein Organ verletzt. Die Gesamtraten lagen in den Jahren 2004 bis 2006 ebenfalls bei 0,3%, lediglich 2003 wurde ein Gesamtergebnis von 0,5% erreicht. Die weiterhin abnehmende Anzahl der stationär durchgeführten Eingriffe (2006: 34.093; 2005: 35.216; 2004: 35.438) bestätigt die Annahme, dass laparoskopische Eingriffe zunehmend ambulant durchgeführt werden.

Insbesondere vor dem Hintergrund der zu erwartenden Selektion wertet die BQS-Fachgruppe die Stabilität der Gesamtrate als Ausdruck einer guten und stabilen Versorgungssituation.

Die Spannweite der Krankenhausergebnisse lag zwischen 0,0 und 5,0%. Ein Vergleich mit den Vorjahren (2006: 0,0 bis 6,6%; 2005: 0,0 bis 6,9%; 2004 und 2003 jeweils 0,0 bis 10,0%) zeigt, dass der positive Trend auch im Jahr 2007 fortgesetzt werden konnte. Von den 27 rechnerisch auffälligen Krankenhäusern konnte in einer Sonderanalyse nur ein Krankenhaus identifiziert werden, dessen Ergebnis auch für den Qualitätsindikator „Organverletzungen bei Hysterektomie“ rechnerisch über dem Referenzwert lag. Die BQS-Fachgruppe empfiehlt eine Diskussion der auffälligen Krankenhausergebnisse im Strukturierten Dialog. Insbesondere sind mit dem Krankenhaus, dessen Ergebnisse zu zwei Qualitätsindikatoren auffällig waren, die Ursache zu klären und gegebenenfalls Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungsqualität zu vereinbaren. Deren Umsetzung ist im Folgejahr zu überprüfen.