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Qualitätsziel

Organverletzungen bei Hysterektomie

Möglichst wenige Patientinnen mit Organverletzungen bei Hysterektomie

Hintergrund des Qualitätsindikators

Hysterektomien gehören zu den häufigsten Prozeduren in der operativen Gynäkologie und stehen unter permanentem öffentlichen Interesse. Angesichts der potenziellen Risiken wie Organverletzungen ist eine Bagatellisierung dieser Eingriffe nicht hinnehmbar.

Dieser Indikator eignet sich sehr gut für die interne Qualitätssicherung der Krankenhäuser.

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006

In der Bundesrepublik wurden 15 Krankenhäuser als rechnerisch auffällig gemeldet. Neun dieser Krankenhäuser wurden von den zuständigen Landesgeschäftsstellen um eine Stellungnahme gebeten. Die Mehrzahl der Krankenhäuser führte unvermeidbare Einzelfälle als ursächlich für das abweichende Ergebnis an. Kein Krankenhaus wurde abschließend als qualitativ auffällig eingestuft, allerdings werden die Ergebnisse von drei primär als unauffällig klassifizierten Krankenhäusern im Folgejahr beobachtet.

Bewertung der Ergebnisse 2007

Bei 82.326 Patientinnen ohne Karzinom, ohne Endometriose und ohne Voroperation im gleichen Operationsgebiet wurde eine Hysterektomie durchgeführt. Bei 838 (1%) dieser Frauen kam es zu einer Organverletzung während des Eingriffs. Auch die Gesamtergebnisse der Vorjahre überschritten einen Anteil von 1% nicht. Die BQS-Fachgruppe wertet dies als gute Versorgungsqualität auf stabilem Niveau.

Die Spannweite der Ergebnisse bei Krankenhäusern mit mindestens 20 Fällen in dieser Grundgesamtheit lag zwischen 0,0 und 17,1%. Dies ist der höchste Wert, der in den vergangenen fünf Jahren dokumentiert wurde. Die BQS-Fachgruppe sieht hier Verbesserungspotenzial und betont, dass alle Krankenhausergebnisse, die signifikant von der Gesamtrate abweichen, im Strukturierten Dialog diskutiert werden sollten, um die Spannweite der Krankenhausergebnisse in den kommenden Jahren zu verringern. Ein Abgleich zwischen den 45 rechnerisch auffälligen Krankenhäusern mit mindestens 20 Fällen, deren Ergebnisse oberhalb des 95%-Perzentils (3,8%) lagen, mit den 27 rechnerisch auffälligen Krankenhäusern zum Qualitätsindikator „Organverletzungen bei laparoskopischen Operationen“ zeigt, dass lediglich ein Krankenhaus bei beiden Indikatoren auffällig wurde. Die BQS-Fachgruppe empfiehlt eine Vereinbarung von Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungsqualität insbesondere mit diesem Krankenhaus und die Überprüfung der Umsetzung dieser Maßnahmen im kommenden Jahr.