Qualitätsziel
Möglichst wenig peri- bzw. postoperative Komplikationen
Hintergrund des Qualitätsindikators
In der Regel finden bei isolierten Wechseloperationen von Schrittmacheraggregaten keine Manipulationen an den liegenden Sonden selbst statt. Bei den möglichen perioperativen Komplikationen nach Wechseleingriffen stehen daher Taschenhämatome und Wundinfektionen im Bereich der Tasche im Vordergrund. Insbesondere die Infektionsgefahr scheint nach Wechsel- und Revisionsoperationen höher zu sein als nach Erstimplantationen (Hildick-Smith et al. 1998). Sehr selten kann es auch zu Asystolien oder Arrhythmien kommen.
Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006
Im Strukturierten Dialog 2007 zum Erfassungsjahr 2006 wurde kein Krankenhaus als qualitativ auffällig eingestuft. Zwei Krankenhäuser unterliegen einer gezielten Nachbeobachtung im Folgejahr.
Bewertung der Ergebnisse 2007
Taschenhämatome und Wundinfektionen stellen die wichtigsten chirurgischen Komplikationen beim Aggregatwechsel dar. Die Gesamtrate liegt bei 0,4%, ist damit gegenüber dem Vorjahr geringfügig gesunken und liegt deutlich unterhalb des Referenzbereichs. Dieses Ergebnis ist als Ausdruck guter Versorgungsqualität anzusehen. Der Extremwert von 10,7% tritt in einem Krankenhaus mit 28 Fällen auf. Zu bedenken ist, dass ohne längere Nachverfolgung (Follow-up) chirurgische Komplikationen in vielen Fällen nicht erfasst werden, da sie teilweise erst mit Verzögerung erkannt werden können.