Logo + Home
 
   BQS Online    BQS Outcome    BQS Qualitätsindikatoren Datenbank

Qualitätsziel

Leitlinienkonforme Indikationsstellung bei bradykarden Herzrhythmusstörungen

Möglichst oft leitlinienkonforme Indikation zur Herzschrittmacherimplantation bei bradykarden Herzrhythmusstörungen

Hintergrund des Qualitätsindikators

Maßgeblich für die Qualitätssicherung in Deutschland ist die aktuelle Leitlinie zur Herzschrittmachertherapie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (Lemke et al. 2005). Diese Leitlinie nimmt differenziert Stellung zur Indikationsstellung und zur Auswahl des richtigen Schrittmachersystems bei bestimmten Rhythmusstörungen. Der Qualitätsindikator bildet diese Empfehlungen detailliert ab. Die Kennzahl stellt summarisch die Leitlinienkonformität für alle Rhythmusstörungen dar.

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006

Im Strukturierten Dialog zum Vorjahr waren letztlich – überwiegend durch Dokumentationsprobleme der Anwender bedingt – nur zwei Krankenhäuer qualitativ auffällig, allerdings ist für 146 Krankenhäuser eine besondere Beobachtung im Folgejahr vorgesehen.

Bewertung der Ergebnisse 2007

Die Gesamtrate leitlinienkonformer Indikationsstellungen liegt 2007 bei 89,9% und damit geringfügig unterhalb des Referenzbereichs von mindestens 90%. Gegenüber dem Vorjahr (87,3%) bedeutet dies eine Verbesserung um 2,6 Prozentpunkte.

Die Gesamtrate wird – wie schon im Jahre 2006 – vor allem durch die niedrige Rate bei Patienten mit Vorhofflimmern (75,8%) maßgeblich beeinflusst. Hier bestanden bei den Anwendern offfensichtlich terminologische Schwierigkeiten hinsichtlich der korrekten Klassifikation des Vorhofflimmerns. Bei einigen weiteren Fällen passten die Angaben zum EKG-Befund nicht zur angegebenen Indikation. Seit Anfang 2008 sind zusätzliche Plausibilitätsregeln in die Erfassung eingeführt worden, um unplausible Angaben, die auf terminologischen Missverständnissen beruhen, auszuschließen.

Eine Analyse der Daten des Jahres 2007 hat gezeigt, dass bei Ausschluss der oben genannten implausiblen Daten für die Indikation Vorhofflimmern eine Rate von 88,4% statt 75,8% resultieren würde. Die Gesamtrate des Indikators würde bei Ausschluss dieser Daten 94,3% statt 89,9% betragen. Die Leitlinienkonformität der Versorgung stellt sich somit insgesamt positiver dar als befürchtet.