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Qualitätsziel

Eingriffsdauer

Möglichst kurze Eingriffsdauer

Hintergrund des Qualitätsindikators

Lange Operationszeiten gehen mit einem erhöhten Risiko für den Patienten einher. Zahlen aus der Entwicklung des Surveillance Systems der USA für Nosokomiale Infektionen haben z.B. ergeben, dass – unabhängig von der Art der Operation – bei verlängerten Operationszeiten höhere Infektionsraten auftreten (Culver et al. 1991). Die typische Infektion nach Herzschrittmachereingriffen ist der Taschenabszess.

Bei Herzschrittmachereingriffen ist die Eingriffsdauer von der Art der im-plantierten Systeme abhängig. So nimmt die Platzierung der Sonden bei Zweikammersystemen in der Regel mehr Zeit in Anspruch als bei Einkammersystemen. Der Qualitätsindikator gibt je nach Art des Systems unterschiedliche Zeiten vor, die in der Regel nicht überschritten werden sollten.

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006

Von 43 auffälligen Krankenhäusern wurden im Strukturierten Dialog 2007 zum Erfassungsjahr 2006 13 als qualitativ auffällig eingestuft. 18 Krankenhäuser wurden unter eine gezielte Weiterbeobachtung im Folgejahr gestellt.

Bewertung der Ergebnisse 2007

Für DDD-Systeme kann in den letzten Jahren ein kontinuierlicher Anstieg der Gesamtrate von Fällen mit einer Eingriffsdauer unter 90 min beobachtet werden (2003: 85,8%, 2004: 86,9%, 2005: 87,8%, 2006: 88,9%, 2007: 89,6%). Der Median der Implantationsdauer betrug für DDD im Jahre 2007 55,0min. Die BQS-Fachgruppe wertet das Ergebnis als Ausdruck guter Versorgungsqualität.