Qualitätsziel
Möglichst selten Todesfälle
Hintergrund des Qualitätsindikators
Selten führen schwere Komplikationen, wie z.B. die Herzbeuteltamponade oder intraoperatives Kammerflimmern zum Tod des Schrittmacherpatienten. In die Qualitätskennzahl gehen aber alle Patienten ein, die während eines Krankenhausaufenthaltes einen Schrittmacher erhielten und verstorben sind. Ein kausaler Zusammenhang zwischen der Schrittmacheroperation und dem Tod des Patienten kann daher nicht ohne weiteres hergestellt werden. Die BQS-Fachgruppe hat einen Sentinel-Event-Indikator definiert, um in jedem Einzelfall eine Analyse der Todesursache zu veranlassen.
Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006
Im Strukturierten Dialog des Vorjahres verblieb von 307 im Strukturierten Dialog um Stellungnahme gebetenen Krankenhäusern nur in einem Fall eine qualitative Auffälligkeit. 32-mal erfolgt im Folgejahr eine gesonderte Beobachtung.
Bewertung der Ergebnisse 2007
Erfasst wird mit diesem Parameter die Krankenhaussterblichkeit von allen Patienten, die einen Herzschrittmacher erhalten haben. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist somit zu berücksichtigen, dass sowohl die Grunderkrankung als auch die Begleiterkrankung des Patienten Ursache eines Todesfalls sein können.
Nur in seltenen Fällen führt eine Komplikation beim Schrittmachereingriff selbst zum Tod. Die BQS-Fachgruppe Herzschrittmacher hat Todesfälle als Sentinel-Event-Indikator definiert, um für jeden einzelnen Todesfall sicherzustellen, dass eine differenzierte Analyse der Todesursache erfolgt. 824 von 66.086 Patienten (1,2%) verstarben 2007 nach Herzschrittmachereingriffen. Dieses Ergebnis entspricht in etwa dem Vorjahresergebnis und kann als Ausdruck guter Versorgungsqualität gewertet werden.