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Qualitätsziel

Indikation bei asymptomatischer Karotisstenose

Nur Stenosen operieren mit einem Stenosegrad ≥60% (NASCET) bei asympto­matischer Karotisstenose

Hintergrund des Qualitätsindikators

Bei der Indikationsstellung zur Operation muss eine sorgfältige Abwägung zwischen dem Risiko der Operation und dem Risiko eines Schlaganfalles im natürlichen Verlauf erfolgen. Die Frage nach der besten Therapie – konservativ oder operativ – wurde in mehreren prospektivrandomisierten Studien sowohl für die asymptomatische als auch die symptomatische Karotis­stenose untersucht. Auf dem Boden dieser Untersuchungen liegen für die operative Behandlung gesicherte Indikationen auf dem höchsten Level der evidenzbasierten Medizin vor (Biller et al. 1998).

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006

Der Strukturierte Dialog 2007 zu den Ergebnissen des Erfassungsjahres 2006 wurde in allen 16 Bundesländern durchgeführt. Von 41 numerisch auf­fälligen Krankenhäusern wurden 29 um eine Stellungnahme gebeten. Fünf dieser Krankenhäuser gaben als Grund für die Auffälligkeit unvermeidbare Einzelfälle an, während 17 Krankenhäuser (59%) Dokumentations­probleme anführten. Nach Abschluss des Strukturierten Dialogs wurde ein Krankenhaus als qualitativ auffällig eingestuft, weitere 21 werden im Folge­jahr beobachtet.

Bewertung der Ergebnisse 2007

Bei 92,1% aller asymptomatischen Patienten, die sich der operativen Ver­sorgung einer Karotisstenose im Jahr 2007 unterzogen, betrug der Stenose­grad 60% oder mehr. In den Jahren 2003 bis 2006 lag dieser Anteil zwischen 88,9 und 91,4%, wobei eine kontinuierliche Verbesserung des Gesamtergebnisses beobachtet werden konnte. Die BQS-Fachgruppe wertet dies als eine insgesamt gute Versorgungssituation und führt diese positive Entwicklung unter anderem auf Maßnahmen zurück, die im Strukturierten Dialog der Länder vereinbart und von den Krankenhäusern umgesetzt wurden.

Die Spannweite der Ergebnisse für Krankenhäuser mit mindestens 20 Fällen in der Grundgesamtheit liegt zwischen 40,0 und 100%. Neun von 219 Kranken­häusern mit mehr als 20 Fällen liegen mit ihren Ergebnissen unterhalb des Referenz­bereichs von mindestens 80%. Dies zeigt ein punktuelles Verbesserungs­potenzial auf und macht eine Diskussion dieser Krankenhausergebnisse im Strukturierten Dialog zwingend notwendig. Die Erarbeitung von Ziel­ver­ein­barungen und Überprüfung der Umsetzung im Folgejahr hält die BQS-Fachgruppe für das geeignete Mittel, um eine Ver­besserung in der Ergebnisvariabilität zu erreichen.