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Qualitätsziel

Indikation

Oft eine angemessene Indikation anhand der klinischen Symptomatik, röntgen­ologischer Kriterien oder Entzündungszeichen

Hintergrund des Qualitätsindikators

Implantatwechsel sind bei Endoprothesenlockerung (Kniegelenk­total­endo­prothese) und bei fortschreitender Verschleißerkrankung in den bisher nicht ersetzten Gelenkanteilen (Kniegelenkteilersatz) sowie bei erheblicher Funktions­beeinträchtigung indiziert (Mackay & Siddique 2003, Callaghan 1995).

Die Diagnose der Endoprothesenlockerung kann nur in gemeinsamer Beur­teilung von klinischen, laborchemischen und radiologischen Veränderungen gestellt werden (Roder et al. 2003). Die klinischen Leitsymptome der Pro­thesen­lockerung sind Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und eine In­stabili­tät des Kniegelenks.

Die meisten Prothesenlockerungen sind aseptische Lockerungen (Sheng et al. 2004), die u.a. auf lokale entzündliche Reaktionen des Gewebes, auf Mikroabriebpartikel des Prothesenmaterials oder auf knöchernen Umbau als Antwort auf eine veränderte mechanische Situation zurückzuführen sind. Aber auch das Implantatdesign und die Primärimplantationstechnik spielen eine Rolle (Callaghan et al. 1995). Die radiologischen Anzeichen der asep­tischen Lockerung können variieren und sind nicht immer eindeutig (Robertson et al. 2000). Radiologische Aufhellungszonen von mehr als zwei Millimetern und eine veränderte Implantatlage weisen auf eine klinische Lockerung hin. Letztlich muss die Diagnose intraoperativ gesichert werden (Callaghan et al. 1995, Goergen et al. 2000).

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006

Im Strukturierten Dialog 2007 zum Erfassungsjahr 2006 war von zehn um Stellungnahme gebetenen Krankenhäusern nach Abschluss des Strukturierten Dialogs kein Krankenhaus qualitativ auffällig, fünf Krankenhäuser stehen in der gezielten Weiterbeobachtung im Folgejahr.

Bewertung der Ergebnisse 2007

Neben Schmerzen gelten röntgenologische Zeichen bzw. Entzündungs­zeichen als Indikationskriterien für einen Knieendoprothesenwechsel. Die Gesamtrate von Patienten, welche diese von der BQS-Fachgruppe definierten Mindestkriterien erfüllten, war im Jahr 2007 mit 88,2% nur geringfügig niedriger als im Vorjahr (88,7%). Das Ergebnis wird von der BQS- Fachgruppe als Zeichen einer guten Versorgungsqualität gewertet.