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Qualitätsziel

Reinterventionen wegen Komplikation

Selten erforderliche Reinterventionen wegen Komplikation

Hintergrund des Qualitätsindikators

Reinterventionen sind ungeplante Folgeeingriffe wegen Komplikationen des Primäreingriffs. Eine australische randomisierte kontrollierte Studie (Dowsey et al. 1999) beschrieb für Patienten mit elektiven Gelenkersatz-Operationen, die nach einem klinischen Behandlungspfad betreut wurden, in 10,8% der Fälle Komplikationen, bei Kontrollpatienten in 28% der Fälle. Eine Wiederaufnahme erfolgte bei 4,3% (Clinical-Pathway-Gruppe) und 13% (Kontrollgruppe).

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006

Im Strukturierten Dialog 2007 zum Erfassungsjahr 2006 waren von 35 um Stellungnahme gebetenen Krankenhäusern nach Abschluss des Strukturierten Dialogs zwei Krankenhäuser qualitativ auffällig. Elf Krankenhäuser stehen unter gesonderter Beobachtung im Folgejahr.

Bewertung der Ergebnisse 2007

Die Rate der Reinterventionen nach Knieendoprothesenwechsel ist 2007 gegenüber 2006 leicht gestiegen (4,7 gegenüber 4,3%). Die Spannweite ist weiterhin hoch (0,0 bis 23,3%). Eine Analyse der auffälligen Ergebnisse ist erforderlich.

Die BQS-Fachgruppe empfiehlt die Beibehaltung dieses patientenrelevanten Indikators in den nächsten Jahren, um mögliche negative Trends erkennen zu können. Eine differenzierte Analyse der Ursachen von Revisionseingriffen ist mit einem Endoprothesenregister möglich, da hiermit auch materialbedingte Revisionen erkannt werden können.