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Qualitätsziel

Reinterventionen wegen Komplikation

Selten erforderliche Reinterventionen wegen Komplikation

Hintergrund des Qualitätsindikators

Reinterventionen sind ungeplante Folgeeingriffe wegen Komplikationen des Primäreingriffs. Begleiterkrankungen scheinen ebenso einen Einfluss auf die Komplikationsrate zu haben wie Vorerkrankungen oder Voroperationen des Knies (Weiss et al. 2003).

Die Gesamtrate ungeplanter Reinterventionen kann einen Hinweis auf die interdisziplinäre Prozessqualität einer Einrichtung geben.

Riley et al. (1993) sahen eine Wiederaufnahmerate von 6% nach Kniegelenkersatz, die nahezu alle auf Infektionen oder mechanische Komplikationen zurückzuführen waren. Weaver et al. (2003) berichteten eine Wiederaufnahmerate innerhalb eines Jahres nach Operation von 1%.

Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006

Im Strukturierten Dialog 2007 zum Erfassungsjahr 2006 wurde die Kennzahl in allen Ländern für den Strukturierten Dialog verwendet. Dabei war von 45 um Stellungnahme gebetenen Krankenhäusern nach Abschluss des Strukturierten Dialogs kein Krankenhaus qualitativ auffällig. 25 Krankenhäuser werden gesondert im Folgejahr beobachtet.

Bewertung der Ergebnisse 2007

Die Gesamtrate für Reinterventionen lag im Jahre 2007 bei 1,9% und somit ähnlich hoch wie im Vorjahr (2,0%). Die Spannweite von 0,0 bis 21,7% ist hoch. Insgesamt ist das Ergebnis als gute Versorgungsqualität zu werten. Die BQS-Fachgruppe empfiehlt, diesen patientenrelevanten Indikator auch in den nächsten Jahren beizubehalten. Eine vollständige Revisionsanalyse ist allerdings nur mit einem Endoprothesenregister möglich.