Einleitung
In der Eurotransplant-Region werden jährlich über 1.600 Lebertransplantationen durchgeführt. Gleichzeitig versterben pro Jahr mehr als 470 Patienten auf der Warteliste zur Lebertransplantation (Eurotransplant 2007). Der limitierende Faktor für die Durchführung von Lebertransplantationen ist der Mangel an Spenderorganen. Obwohl es in den letzten vier Jahren eine deutliche Steigerung der Zahl der Lebertransplantationen in Deutschland gab, bleibt die Kluft zwischen der Zahl der zur Lebertransplantation angemeldeten Patienten (1.590 im Jahr 2007) und der Zahl der durchgeführten Transplantationen (1.156 im Jahr 2007) bestehen (DSO 2008).
Patienten mit chronischem oder akutem Leberversagen können nur durch eine Transplantation überleben. Versuche, die Funktion der Leber zeitweise zu ersetzen, sind in der klinischen Erprobung.
Seit 2006 besteht für den Leistungsbereich Lebertransplantation für alle deutschen Transplantationszentren eine Verpflichtung zur Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung, mit der die Versorgungsqualität in diesem Leistungsbereich anhand von Qualitätsindikatoren dargestellt wird; seit 2007 sind erstmals auch Verlaufsdaten nach einem Jahr zu dokumentieren.
Im Jahr 2007 haben 24 Krankenhäuser an der externen vergleichenden Qualitätssicherung teilgenommen und insgesamt 1.028 Lebertransplantationen dokumentiert. Davon wurden 969 Lebertransplantationen nach postmortaler Organspende und 53 Transplantationen nach Teilleber-Lebendspende sowie sechs Domino-Transplantationen (Sonderform der Lebertransplantation) durchgeführt. In 123 Fällen handelte es sich um eine Retransplantation und in 54 Fällen wurde die Lebertransplantation im Rahmen einer kombinierten Transplantation durchgeführt.