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Ausblick

Mit der BQS-Bundesauswertung 2007 liegen im zweiten Jahr Daten für den Leistungsbereich Lebertransplantation in Deutschland vor. Die Vollständigkeitsrate der von den Krankenhäusern übermittelten Datensätze von 103% wird von der BQS-Fachgruppe Lebertransplantation als positiv bewertet. Die hohe Dokumentationsrate ergibt sich auch dadurch, dass einige Krankenhäuser mehr als 100% der erwarteten Datensätze übermittelt haben. Die Krankenhäuser können zum Beispiel für den Fall, dass bei einem Patienten während desselben stationären Aufenthaltes eine Retransplantation erforderlich wird, diese ebenfalls dokumentieren und an die BQS übermitteln, obwohl nur die erste Lebertransplantation während eines stationären Aufenthaltes dokumentationspflichtig ist.

Nur ein Teil der Transplantationszentren erreichte im ersten Jahr das Ziel einer vollständigen Erhebung von Follow-up-Daten, so dass lediglich für 77,3% der Patienten nach Lebertransplantation der Überlebensstatus nach einem Jahr bestimmt werden konnte. Nach Ansicht der BQS-Fachgruppe besteht hier das Potenzial, die Rate der Transplantatempfänger mit Verlaufsdokumentation und damit die Aussagekraft von Follow-up-Qualitätsindikatoren zukünftig zu steigern.

Die Krankenhausergebnisse zu den definierten Qualitätsindikatoren zeigen nach Einschätzung der Experten der BQS-Fachgruppe eine gute Versorgungsqualität in diesem Leistungsbereich.

Bei der Bewertung ist zu berücksichtigen, dass die Risikoprofile der transplantierten Patienten variieren können und insbesondere die Ausprägung und die Art der zur Transplantation führenden Lebererkrankung hierbei von Bedeutung sind. Es erfolgt eine kontinuierliche Bewertung und Weiterentwicklung der Risikoadjustierung in diesem Leistungsbereich durch die BQS-Fachgruppe auf der Basis der Rückmeldungen aus dem Strukturierten Dialog mit den Krankenhäusern.

Seit dem Erfassungsjahr 2007 wird die Berechnung des Qualitätsindikators „postoperative Komplikationen“ nur für Patienten im Alter von mindestens sieben Jahren durchgeführt, um eine bessere Vergleichbarkeit der Krankenhausergebnisse zu gewährleisten. Lebertransplantationen bei kleinen Kindern zeichnen sich aufgrund der erforderlichen Nachbetreuung der Patienten und der Eltern durch längere stationäre Aufenthalte aus, ohne dass diese durch Komplikationen bedingt sind.

Wie im Vorjahr war auch im Erfassungsjahr 2007 die Zahl der nach der BQS-Sollstatistik erwarteten Datensätze zu Lebertransplantationen nach postmortaler Spende niedriger als die Anzahl der bei der zuständigen Organvermittlungsstelle Eurotransplant-Foundation registrierten Lebertransplantationen. Die Ursache hierfür liegt darin, dass den Bezugspunkt für die BQS-Sollstatistik der stationäre Krankenhausaufenthalt im Jahr 2007 darstellt, während bei Eurotransplant die Zuordnung zu einem Verfahrensjahr unabhängig von der Dauer des stationären Aufenthaltes anhand des Transplantationsdatums erfolgt. Inzwischen wurde in Abstimmung mit dem G-BA das Dokumentationsverfahren angepasst, um eine bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse der BQS-Auswertung mit externen Publikationen ab dem Erfassungsjahr 2008 sicherzustellen.