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Einleitung

Fachgruppenmitglieder

Die Lungen- und Herz-Lungentransplantation ist ein Behandlungskonzept für Patienten mit ausgewählten fortgeschrittenen Erkrankungen der Lunge oder des Lungenkreislaufs, die auf andere Therapie­optionen nicht mehr ansprechen.

Die erste Herz-Lungentransplantation erfolgte 1981 an der Universitätsklinik von Stanford, Kalifornien. 1983 folgte die erste Einzel-Lungentransplantation und 1986 die erste Doppel-Lungentransplantation (Lynch et al. 2006). Die Fallzahlen haben weltweit seither kontinuierlich zugenommen. Im Register der International Society of Heart and Lung Trans­plantation liegen aktuell Daten von rund 27.000 Lungen- oder Herz-Lungentransplantationen vor. In Deutschland werden jährliche Zuwachsraten von etwa 15% beobachtet (www.dso.de).

Trotz kontinuierlicher Verbesserung der Behand­lungsergebnisse ist die Sterblichkeit nach wie vor hoch. Die im internationalen Register ISHLT angegebene aktuelle Ein-Jahres-Überlebensrate nach Lungentransplantation liegt bei 78% (Trulock et al. 2007). Bei der Entscheidung über die Aufnahme eines Patienten auf eine Warteliste zur Trans­plantation wird daher sehr sorgfältig zwischen dem Risiko der Transplantation und dem angenommenen Behandlungsverlauf bei konservativer Therapie abgewogen. Dies und der in Deutschland nach wie vor herrschende Mangel an Spenderorganen führen dazu, dass die Lungen- und Herz-Lungen­trans­plantation auf einen sehr kleinen Kreis von Patienten mit endgradiger pulmonaler Erkrankung beschränkt bleibt. So liegt die Anzahl der in Deutschland durchgeführten Lungen- oder Herz-Lun­gentransplantationen zwischen 250 und 300 pro Jahr.

Mit der BQS-Bundesauswertung 2007 liegen nun erstmalig Daten zur Ergebnisqualität der Lungen­transplantation in Deutschland vor.