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Qualitätsziel
Möglichst geringe In-Hospital-Letalität Hintergrund des QualitätsindikatorsDie Sterblichkeit (Letalität) im zeitlichen Verlauf ist das relevanteste Kriterium für die Ergebnisqualität der Lungen- und Herz-Lungentransplantation. Sie ist innerhalb des ersten Jahres nach Lungen- oder Herz-Lungentransplantation am höchsten. Das Register der International Society of Heart and Lung Transplantation (ISHLT), das einen Teil der weltweiten Transplantationsaktivitäten erfasst, berichtet über einen kontinuierlichen Rückgang der Letalitätsraten in der frühen Phase nach Lungentransplantation seit 1986. So sank die 30-Tage-Sterblichkeit von 13,3% im Beobachtungszeitraum von 1986 bis 1994 auf 6,1% zwischen 2000 und 2005. Die 3-Monats-Letalität fiel im selben Zeitraum von 18,8 auf 10,0% ab (www.ishlt.org). Dies legt die Vermutung nahe, dass die Transplantationszentren erfolgreiche Strategien zur Reduktion potenziell tödlicher Komplikationen in der frühen postoperativen Phase entwickelt haben (Trulock et al. 2007). In der vergleichenden Qualitätsdarstellung zu diesem Indikator werden Lungen- und Herz-Lungentransplantationen gemeinsam betrachtet, da beide Patientengruppen große Gemeinsamkeiten in Bezug auf die Transplantation aufweisen. Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2006Die Kennzahl wurde 2007 erstmals berechnet. Es liegen deshalb noch keine Ergebnisse aus dem Strukturierten Dialog vor. Bewertung der Ergebnisse 2007Bei der Bewertung der Auswertungsergebnisse ist zu berücksichtigen, dass die Zahl der dokumentationspflichtigen Lungen- oder Herz-Lungentransplantationen mit 256 unter der Anzahl der bei der Organvermittlungsstelle Eurotransplant registrierten 284 Transplantationen liegt. Die Ursache hierfür liegt darin, dass den Bezugspunkt für die BQS-Sollstatistik der stationäre Krankenhausaufenthalt im Jahr 2007 darstellt, während bei Eurotransplant die Zuordnung zu einem Erfassungsjahr unabhängig von der Dauer des stationären Aufenthaltes anhand des Transplantationsdatums erfolgt. Die Vollständigkeit der übermittelten Datensätze lag bereits im ersten Jahr der Erfassung bei 99,6%. Nur ein Zentrum hat sich bei sehr geringer Fallzahl nicht an der externen vergleichenden Qualitätssicherung beteiligt. Dieses Krankenhaus wird im Strukturierten Dialog um Stellungnahme zu seinen Dokumentationsprozessen gebeten. Die Krankenhaussterblichkeit lag, bezogen auf alle Patienten mit Lungen- oder Herz-Lungentransplantation, bei 15,4%. Vier Krankenhäuser verzeichneten eine Krankenhaussterblichkeit von über 30% und werden im Strukturierten Dialog um Stellungnahme gebeten. Insgesamt sprechen die Ergebnisse nach Einschätzung der BQS-Fachgruppe Herz- und Lungentransplantation für eine gute Versorgungsqualität in Deutschland. |