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Ausblick

Mit der BQS-Bundesauswertung 2007 liegen im zweiten Jahr Daten für den Leistungsbereich Nierentransplantation in Deutschland vor. Die Ergebnisse der Auswertung zeigen nach Auffassung der Experten der BQS-Fachgruppe Nieren- und Pankreastransplantation wie im Vorjahr ganz überwiegend eine gute Versorgungsqualität in diesem Leistungsbereich.

Zur Risikoadjustierung der Ergebnisse wurde bei einem Teil der BQS-Qualitätsindikatoren die Stratifizierung nach Alter und Art der Organspende eingesetzt. Darüber hinaus erfolgt eine kontinuierliche Bewertung und Weiterentwicklung der Risikoadjustierung in diesem Leistungsbereich durch die BQS-Fachgruppe auf der Basis der Rückmeldungen aus dem Strukturierten Dialog mit den Krankenhäusern. Seit dem Erfassungsjahr 2007 wird für die Berechnung der Qualitätsindikatoren auf Patienten mit isolierter Nierentransplantation fokussiert, um eine bessere Vergleichbarkeit der Krankenhäuser zu gewährleisten.

Die Vollständigkeitsrate der von den Krankenhäusern übermittelten Datensätze von 99,8% wird von der BQS-Fachgruppe als sehr positiv bewertet. Außerdem lagen für 78,2% der Patienten vollständige Verlaufsdaten zum Ablauf des ersten Jahres nach Nierentransplantation vor. Nach Ansicht der BQS-Fachgruppe ist dieses Ergebnis im ersten Jahr, in dem diese Verpflichtung zur Dokumentation der Verlaufsdaten bestand, erfreulich, da die Nachbetreuung der Patienten in diesem Leistungsbereich häufig im vertragsärztlichen Bereich erfolgt und die Krankenhäuser nicht in allen Fällen Einfluss auf Behandlung und Verlaufsdokumentation haben. Gleichzeitig sehen die Experten der BQS-Fachgruppe hier weiteres Verbesserungspotenzial.

Die Erhebung der Daten zu Nierentransplantationen sowie von Verlaufsdaten dient unter Berücksichtigung der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Organtransplantation gemäß §16 Transplantationsgesetz dazu, eine valide Grundlage zu schaffen, die es ermöglicht, gegebenenfalls Maßnahmen im Sinne einer umfassenden Qualitätssicherung abzuleiten.

Wie im Vorjahr entsprach auch im Erfassungsjahr 2007 die Zahl der nach der BQS-Sollstatistik erwarteten Datensätze zu Nierentransplantationen nach postmortaler Spende nicht exakt der Anzahl der bei der zuständigen Organvermittlungsstelle Eurotransplant-Foundation registrierten Nierentransplantationen. Die Ursache hierfür liegt darin, dass die BQS-Sollstatistik den stationären Krankenhausaufenthalt im Jahr 2007 als Bezugspunkt hat und auf der Abrechnung als DRG-Fall basiert, während bei Eurotransplant die Zuordnung zu einem Verfahrensjahr unabhängig von der Dauer des stationären Aufenthaltes anhand des Transplantationsdatums erfolgt. Inzwischen wurde in Abstimmung mit dem G-BA das Dokumentationsverfahren angepasst, um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse der BQS-Auswertung mit externen Publikationen ab dem Erfassungsjahr 2008 zu ermöglichen.