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Einleitung

Fachgruppen

Seit der ersten Nierentransplantation in Deutschland im Jahr 1963 sind an deutschen Zentren etwa 57.000 Nieren transplantiert worden (DSO 2007). Heute ist die Nierentransplantation ein etabliertes Verfahren und stellt die optimale Behandlung von Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz dar. Bei endgültigem Nierenversagen kann nur die regelmäßige Dialyse oder eine Transplantation das Leben des Patienten erhalten. Die häufigsten Ursachen für ein chronisches Nierenversagen sind glomeruläre Nierenkrankheiten, Zystennieren und die diabetische Nephropathie.

Zurzeit warten etwa 8.000 der circa 50.000 Dialysepatienten in Deutschland auf ein Spenderorgan (Eurotransplant 2007). Der limitierende Faktor für die Durchführung von Nierentransplantationen ist der Mangel an Spenderorganen.

Im Jahr 2007 wurden in Deutschland von 43 Zentren 2.851 Nierentransplantationen dokumentiert und in der BQS-Bundesauswertung dargestellt, davon 558 (19,6%) nach Nierenlebendspende. In 165 Fällen wurde die Nierentransplantation im Rahmen einer kombinierten Transplantation durchgeführt.

Seit 2006 besteht für den Leistungsbereich Nierentransplantation für alle deutschen Transplantationszentren eine Verpflichtung zur Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung. Dargestellt wird die Versorgungsqualität anhand von Qualitätsindikatoren. Seit 2007 sind erstmals auch Verlaufsdaten nach einem Jahr zu dokumentieren.

Bei der Bewertung der Ergebnisse der BQS-Qualitätsindikatoren ist zu berücksichtigen, dass die Risikoprofile der transplantierten Patienten von Zentrum zu Zentrum erheblich variieren können. Insbesondere unterscheiden sich diese bezüglich des Anteils an Nierenempfängern mit einem Alter von über 65 Jahren, mit Diabetes mellitus, bezüglich Retransplantationen und Transplantationen mit hoher Dringlichkeit (HU-Transplantationen). Hierdurch kann es zu erheblich unterschiedlichen Ergebnissen kommen, die nach Auffassung der Experten der BQS-Fachgruppe Nieren- und Pankreastransplantation nicht als mangelnde Qualität des einzelnen Transplantationszentrums zu interpretieren sind.