Einleitung
Die Transplantation der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) stellt durch die Übertragung der insulinproduzierenden Beta-Zellen eine ursächliche Behandlung des insulinpflichtigen Diabetes mellitus dar.
Sie kommt in der Regel für Typ-1-Diabetiker in Betracht, die nach langem Verlauf ihrer Grunderkrankung in Folge der diabetischen Nierenschädigung eine dialysepflichtige Nierenschwäche entwickeln. Bei dieser Patientengruppe wird die Bauchspeicheldrüse in Kombination mit der Niere des Organspenders transplantiert. Die Kombinationstransplantation trägt nicht nur zur Verbesserung der Lebensqualität bei, sondern ist auch als lebenserhaltender Eingriff zu bewerten, da eine neuerliche diabetische Nierenschädigung verhindert (Wilczek et al. 1993) und das Sterberisiko halbiert werden (Venstrom et al. 2003).
Im Jahr 2007 wurden in der Eurotransplant-Region 255 Pankreastransplantationen, davon 186 (73%) als kombinierte Pankreas-Nierentransplantation, durchgeführt (Eurotransplant 2008).
Seit dem Erfassungsjahr 2007 besteht für den Leistungsbereich Pankreas- und Pankreas-Nierentransplantation für alle deutschen Transplantationszentren eine Verpflichtung zur Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung. 21 Krankenhäuser dokumentierten insgesamt 131 Bauchspeicheldrüsentransplantationen. Dargestellt wird die Versorgungsqualität anhand von drei Qualitätsindikatoren.